Die Orgel

1973 erhielt St. Stephanus eine dem Kirchenraum angemessene Orgel. Sie trat an die Stelle der bisherigen einmanualigen Orgel von Seifert mit 6 Registern, die heute in der Marienkapelle bei den Werktagsgottesdiensten benutzt wird. Die münstersche Orgelbaufirma F. Fleiter&Sohn baute auf der Orgelbühne eine mechanische Orgel mit 2224 Pfeifen, die zwischen einem halben und 340 Zentimetern groß sind. Sie sind handgefertigt, zum Teil aus einer Legierung von Zinn und Blei, zum Teil aus Eichen- und Mahagoniholz. Die Register- Disposition besorgte der damalige Domorganist Heinrich Stockhorst. Die Orgel hat Schleifladen mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registertraktur. Auf drei Manuale sind 33 klingende Register verteilt: Hauptwerk (9), Schwellwerk (9), Kronwerk (7) und Pedal (8). Als Spielhilfen stehen 6 Normalkoppeln, 2 freie Kombinationen, 2 freie Pedalkombinationen, Zungenabsteller und 2 Tremulanten zur Verfügung. Der Spieltisch wurde in die Orgel eingebaut. Darüber steht das Schwellwerk mit den durchsichtigen Schwellklappen, die den Blick in das Werk freigeben. Über ihm erhebt sich das Hauptwerk, das die Deckenkonstruktion des Kirchenraumes erreicht. Das Kronwerk wurde so in den Schallkörper des Hauptwerkes eingefügt, dass es den Freiraum des V-förmigen Prospektes ausfüllt. Zu beiden Seiten der Manualwerke ist das Pedalwerk asymmetrisch angeordnet.

Die Orgel wurde am 23. Oktober 1973 geweiht. Die Mannigfaltigkeit der Stimmen erlaubt eine jedem Gottesdienst angemessene Spielweise. Bei regelmäßig stattfindenden Orgelkonzerten wird die Orgel sowohl als Solo- wie auch als Begleitinstrument eingesetzt. Die Orgelbühne bietet auch Platz für den Kirchenchor von St. Stephanus.






Quellenangabe

Alle Ausführungen zur Kirche außer den Heiligen Legenden:

Kleiner Kunstführer durch St. Stephanus, Münster Zweite, erweiterte Auflage 1993
Herausgeber: Kath. Pfarrgemeinde St. Stephanus, 48151 Münster
Textvorlage: Professor Dr. L. Lahrmann, Dr. L. Heiser, L. Mikus, H. Löker
Redaktion: W. Poeplau
Fotos: Bischop, Bodenhausen, Deymann, Eick, Poeplau, Klose, Franz Niesing, Ewald Ikemann